Münsterland-Giro 2025

Schlussspurt von Uppenberg ins Ziel

Grevener Straße. Der 19. Münsterland-Giro, das größte Radsportevent der Region, legt regelmäßig am 3. Oktober die Hälfte der Grevener Straße still, da die Spur stadtauswärts von morgens früh bis gegen 17 Uhr (Durchfahrt der Profis) für die 7.500 Radfahrer:innen des LeezenCups frei gehalten wird. Beim Giro gelang dem Belgier Jasper Philipsen, Profi des Rennstalls Alpecin-Deceuninck, nach 4:10:53 Stunden hauchdünn die Titelverteidigung. Zweiter wurde der Belgier Arnaud de Lie von Lotto und Platz drei ging an den Tschechen Pavel Bittner vom Rennstall Pinic PostNL. Vierter wurde Jordi Meeus (Red Bull-Bora).

Das Peleton des Münsterland Giro rauschtegeschlossen in hohen Tempo am Germania Campus vorbei in Richtung Schlossplatz. (Foto: Werner Szybalski)

Drei finale Runden

Am Uppenberger Dreieck bogen die Profis rechts ab in die Catharina-Müller-Straße und dort am Ende auf die Steinfurter Straße. Durchs Neutor ging es drei Mal über die Ziellinie am Schlossplatz. Nach der Zieldurchfahrt bogen die Profis am Amtsgericht links in Richtung Prizipalmarkt ab. Über ihn hinweg und runter zum Spiekerhof – dort alles über Kopfsteinplatzer – und dann über die Schlaunstraße links die Bergstraße rauf. Wieder durchs Neutor und von der Steinfurter Straße rechts zurück – nun aber in Gegenrichtung –auf die Grevener Straße. Links rein in die Catharina-Müller-Straße begann die nächste Runde.

Ex-Europameister Tim Merlier stürzt

In der letzten Runde stürzte im Bereich der Rothenburg der Mitfavorit Tim Merlier vom Team Soudal-Quick-Step auf dem Kopfsteinpflaster. Der Europameister auf der Straße von 2024 und einige weitere Kandidaten auf den Sieg waren damit aus dem Rennen. Die verbliebenen 20 bis 25 Radrennfahrer steigerten das Tempo – der Wettbewerb blieb aber bis nach der vierten Durchfahrt durchs Neutor noch immer offen. Erst ganz spät schob sich Jasper Philipsen an seinem Landsmann Arnaud de Lie vorbei.

Drei Deutsche in den TOP 15

Auf den Plätzen zwölf bis 14 rollten die besten drei deutschen Teilnehmer (alle zeitgleich) über den Zielstrich. Zwölfter wurde der 21-jährige, gebürtige Sauerländer Jonathan Malte Rottmann vom Team Rembe / Rad-net. Der 23-jährige in Mettmann geborene Tim Torn Teutenberg von Lidl-Trek wurde 13. vor dem 27-jährigen Cottbuser Max Kanter (Astana).

Neben den zwölf UCI-A-Teams waren auch Drittligisten beim Münsteröland-Giro 2025 dabei.

Rennen orientiert sich am mittleren Durchschnitt

Beim Profirennen, das in Stromberg startete, waren in diesem Jahr zwölf World Teams am dabei. Komplettiert wird das aus 24 Mannschaften bestehende Feld auch durch zwei Mannschaften aus der „dritten Liga“: Benotti und Bike Aid, in dem der Münsterländer Constantin Frie dabei war. Er kam als 135. nach 4:13:37 Stunden ins Ziel.

Um zwanzig nach eins schickte der Sportleiter Fabian Wegmann die Fahrer auf die 192 Kilometer lange Strecke durch das Münsterland. Nach knapp einer halben Stunde setzten sich drei Fahrer (Colby Simmons [Education-Easypost], Rasmus Wallin [Uno-X-Mobility], Vincent Dorn [Bike-Aid]) ab, die schnell einen Vorsprung von 2:30 Minuten rausfuhren. Die ersten vier von fünf Bergwertungen sicherte sich der Freiburger Vinzent Dorn. Der Bergpreis war ihm damit bereits vor der letzten Wertung, die er aber ebenfalls gewann, sicher. Kurz vor Westbevern wurden die Ausreißer schließlich vom Feld geschluckt. Anschließend gab es keine nennenswerten Attacken, so dass das Feld gemeinsam Münster erreichte.

Die Teams bildeten Züge, um vor den drei Runden zum Abschluss in einer guten Position zu sein.

Vierter Erfolg für Patrick Altefrohne beim LeezenCup

Patrick Altefrohne gewann nach 2018, 2022 und 2024 zum vierten Mal den LeezenCup über 125 Kilometer. Er benötigte 2:31:06 Stunden, was eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 45,19 Stundenkilometer entspricht. Platz zwei ging an Arjen an Putten, der nur zwei Sekunden hinter dem Sieger über die Ziellinie rollte. Dr. Gunnar Marten Goerges benötigte 2:31:07 Stunden, um sich den dritten Platz auf dem Podium zu holen.

Die Luxemburgerin Elisa Kockelmann fuhr ein unheimlich schnelles Rennen und sicherte sich über 125 Kilometer mit gewaltigem Vorsprung den Sieg. Nach nur 2:32:57 Stunden rollte sie über die Ziellinie, was einer Durchschnittsgeschwindikeit von 44,64 km/h entsprach. Zweite wurde Nele Wennemann (2:33:00 Std.) und zeitgleich Dritte Svea Lüdorff.

Siege für Thomas Peffer und Vanessa Helen Nieminen

Thomas Peffer siegte über die 95-Kilometer-Distanz. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 44.13 km/h benötigte er 1:58:42 Stunde für die Strecke. Mit ihm rollten zeitgleich Sebastian Gratz als Zweiter und Paul Zwick als Dritter ins Ziel. Einen knappen Vorsprung hatte die Siegerin über 95 Kilometer: Vanessa Helen Nieminen finishte in 1:58:47 Stunde (∅ 44.10 km/h). 13 Sekunden später war auch die Zweitplatzierte Anna Giesen am Schlossplatz. Dritte mit einer Zeit von 2:07:44 Stunden wurde Isabell Cordesmeyer.

Til van der Linde sicherte sich den ersten Tagessieg beim Münsterland-Giro in 2025. Über 65 Kilometer gewann er nach 1:21:53 Stunde (∅ 45.14 km/h). Zweiter wurde zeitgleich Toralf Baumgarten. Eine Sekunde später war David Ehling als Dritter im Ziel. Luca Sophie Mayer gewann bei den Frauen vor Ricarda Greshake und Vanessa Sossnowski.

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