GW Marathon unterliegt Münster 05 mit 1:5
Arnheimweg. Stark ersatzgeschwächt musste GW Marathon Münster am Sonntagnachmittag (29. September 2025) beim Gievenbecker Verein FC Münster 05 antreten. Mit der 1:5 (0:3)-Niederlage der Uppenberger machten die Grün-Weißen den Gastgebern ein schönes Geschenk, denn die Nullfünfer werden in diesem Jahr 20 Jahre alt. Drei Jahre älter ist die Mannschaft aus dem Wienburgpark, die auf dem Kunstrasen am Arnheimweg im Vergleich mit den Hausherren nicht nur älter aussah, sondern auch deutlich ältere Akteure auf dem Platz hatte. Zusammen kommen der Trainer Antony-Francis „Maggie“ Mc Danny, der Kapitän Ali Hodroj und der Abräumer Husein El-Lababidi, alle Drei standen zusammen auf dem Platz, auf rund 130 Jahre Lebenserfahrung. 100 Jahre davon dürften sie gegen den Ball getreten haben.

Zu den Ausfällen kamen Verspätungen hinzu. Während der Kapitän dies nach dem Abpfiff bemängelte, nahm der Trainer die Spieler in Schutz: „Ich war froh, dass sie gekommen sind. Heute musste ich sogar Spieler einsetzen, die im Moment weder trainieren noch zum Kader gehören. Zum Glück haben wir diese Leute in der Hinterhand.
Münster 05 zeigt sich spielstark
Die Gastgeber begannen sehr stark noch die noch indisponierten Kicker aus Münsters Norden. Schon nach wenigen Minuten lag der Ball hinter Marathon-Keeper Philipp Cordes im Netz. Jacob Kunde (7.) traf für die Nullfünfer per Strafstoß. Fortan passierte nicht viel, aber die Gäste liefen den Hausherren meistens hinterher. Nach einer halben Stunde klingelte es wieder im Marathon-Kasten. Pascal Lange (30.), durchaus den Spielanteilen entsprechend, erhöhte auf 2:0. Den 3:0-Pausenstand für die Gievenbecker erzielte Marcel Klusak (37.). 05-Trainer Nico Stuhldreier war mit dem ersten Durchgang natürlich sehr zufrieden: „Es war schon stark, was die Mannschaft in den ersten 45 Minuten gezeigt hat.“
„Maggie“ versammelte seine Jungs an der Eckfahne, um ihnen Selbstvertrauen für den zweiten Durchgang einzubleuen. Kritik gab es nicht, denn die Umstände verboten es, mit denjenigen ins Gericht zu gehen, die immerhin da waren und auf dem Platz standen oder der Ersatzbank saßen.
Marathon agiert auf Augenhöhe
In Durchgang zwei ließen die Hausherren zunächst deutlich nach. Sie hatten zwar erheblich mehr Ballbesitz, was aber auf des Hin- und Herschieben des Balles in der eigenen Hälfte bei vorsichtigem Pressing von Marathon zurückzuführen ist. Vor den beiden Toren passierte praktisch nichts. Wenn überhaupt waren die Nadelstiche von Marathon sehenswerter, als das harmlose Gekicke der Nullfünfer. Es war eine gute Stunde gespielt, als die Grün-Weißen einen Strafstoß erhielten. Hazem Dahouh (69.) legte sich den Ball auf den Punkt. Sein eher schwach, weil halbhoch und weit vom Pfosten entfernter Schuss ging glücklich rein, weil 05-Keeper Maximilian Hagen Köhne sich zu früh – aber immerhin in die richtige – Ecke warf. Aber den Schuss von Dahouh bekam er nur noch mit den Fingerspitzen, weshalb der Ball im Kasten landet. Ein etwas glückliches 1:3.

Gastgeber mit zweitem Wind
Nach dem Ehrentreffer ließ bei den Gästen die Luft merklich nach. Dies wiederum gab den Nullfünfern Auftrieb, die nun leichter in den Strafraum der Uppenberger eindringen konnten. Zunächst verhinderte nach der Pfosten den höheren Rückstand für die Marathonis. Dann aber tanzten die Gievenbecker die Abwehr zwei Mal aus und erhöhten durch Nik Linus Schlotmann (83., 85.) auf den 5:1-Endstand.
„Mehr war für uns heute nicht drin“, resümierte der Marathon-Trainer, der hofft, dass die Personalsituation am kommenden Sonntag (5. Oktober 2025) im Heimspiel gegen den 1. FC Gievenbeck III wieder deutlich besser aussieht.
